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Fernsehformate, Streaming-Auftritte und Social Media reichen vielen bekannten Persönlichkeiten längst nicht mehr aus. Wer heute dauerhaft sichtbar bleiben will, denkt unternehmerisch und sucht nach digitalen Nebenprojekten, die das eigene Image erweitern. Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Einnahmen, sondern um Kontrolle über die eigene Marke.
Gleichzeitig wächst der Druck, relevant zu bleiben. Algorithmen ändern sich, Formate verschwinden, Trends kippen schnell. Digitale Geschäftsmodelle wirken da wie eine Lösung, bringen aber neue Fragen mit sich. Wo endet authentische Selbstvermarktung, und wo beginnt bloße Werbung?
Prominenz als digitale Marke
Der erste Schritt ist oft ein Perspektivwechsel. Prominente verstehen sich zunehmend als digitale Marken, die unabhängig von Sendeplätzen oder Plattformen funktionieren müssen. Exklusive Inhalte, limitierte digitale Produkte oder Community-Zugänge gehören inzwischen zum Repertoire.
Technologien wie Blockchain spielen dabei eine stille, aber wichtige Rolle. Sie ermöglichen künstliche Verknappung, transparente Besitzverhältnisse und neue Formen der Fanbindung. In diesem Umfeld tauchen auch Kooperationen mit digitalen Plattformen auf, die über klassische Medien hinausgehen. Wer sich mit der Bandbreite solcher Modelle beschäftigt, stößt unweigerlich auf Themen wie Online-Zahlungen und digitale Plattformökonomie, wie sie etwa bei Angeboten mit weitere infos zu krypto casinos sichtbar werden. Entscheidend ist weniger das einzelne Projekt als die Botschaft dahinter: Präsenz wird zur Infrastruktur.
Social Media und Monetarisierung
Social Media bleibt der Motor dieser Entwicklung. Reichweite lässt sich dort schnell in Aufmerksamkeit übersetzen, doch die Monetarisierung folgt eigenen Regeln. Viele Prominente testen digitale Zusatzangebote, ohne sie sofort groß zu bewerben, um ihre Community nicht zu überfordern.
Interessant ist, dass dieser Ansatz nicht auf den Unterhaltungsbereich beschränkt ist. Laut einer Analyse zur industriellen digitalstrategie bieten knapp 30 % der Industrieunternehmen in der DACH-Region bereits daten- oder nutzungsbasierte digitale Dienstleistungen an. Der Vergleich zeigt, wie sehr digitale Geschäftsmodelle zum Normalfall werden. Prominente greifen diesen Trend auf, weil er ihnen Unabhängigkeit verspricht.
Grauzonen zwischen Image und Werbung
Mit der Rolle als digitaler Unternehmer wachsen jedoch die Risiken. Wenn NFT-Drops oder exklusive Zugänge Teil des öffentlichen Auftritts werden, verschwimmen die Grenzen zwischen persönlichem Ausdruck und kommerziellem Angebot. Für das Publikum ist nicht immer klar, ob es um Kunst, Community oder Verkauf geht.
Hinzu kommen regulatorische Fragen. Kennzeichnungspflichten, Verbraucherschutz und Plattformregeln sind komplex, gerade wenn internationale Technologien genutzt werden. Authentizität wird dabei zur Währung: Wer zu aggressiv vermarktet, riskiert Glaubwürdigkeit. Wer zu zurückhaltend ist, verschenkt Potenzial.
Wenn Öffentlichkeit zur Einnahmequelle wird
Am Ende zeigt sich ein Spannungsfeld, das auch andere Branchen kennen. Trotz vieler Digitalstrategien setzen nur wenige sie konsequent um. Eine Studie zu digitalen Geschäftsmodellen kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich rund 3 % der Industrieunternehmen tatsächlich neue digitale Modelle entwickelt haben. Der Schritt von der Idee zur Umsetzung bleibt schwierig.
Für Prominente bedeutet das: Digitale Nebenprojekte sind kein Selbstläufer. Sie verlangen strategisches Denken, klare Kommunikation und ein Gespür für die eigene Rolle in der Öffentlichkeit. Gelingt das, wird aus Aufmerksamkeit ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Misslingt es, bleibt nur ein kurzer Hype – und der nächste Trend wartet bereits.

